Nachbilder um 1900

Auch die Entstehung von Nachbildern erklären sich die damaligen Forscher in heutigem Sinne. Julius Bernstein (1839-1917) stellt hierzu eine Analogie zum Muskelapparat des Menschen her. Dieser ermüde irgendwann. Eine Reizflut löse hier eine Dauerkontraktion, einen Krampf (Tetanus) aus. Ebenso wie eine Muskelkontraktion den Reiz etwas überdauere, so überdauere auch »die Netzhauterregung den Lichtreiz eine kurze Zeit«.Infolgedessen entstehe ein positives Nachbild.Helmholtz (1821-1894) führte hierzu Versuche mit Drehscheiben durch, bei denen die einzelnen Felder zu einer monochromen Fläche verschmolzen.


Daniel Ketteler // Empfohlene Zitierweise